Die optische Falle der Forscher entstand durch zwei frontal aufeinander treffende Laserstrahlen. Durch Interferenz bildete sich so eine stehende Lichtwelle mit Maxima und Minima des elektrischen Feldes aus. Zemanek erzeugte diese Welle in einer mit einer Flüssigkeit gefüllten Glasröhre, in der kleine Kunststoffkugeln schwammen.
Wie erwartet ordneten sich die Kugeln je nach ihrer Größe entweder in den Maxima oder in den Minima der stehenden Lichtwelle an. Um die Kugeln durch die Flüssigkeit zu verschieben, musste daher nur die Phase einer der beiden Laserstrahlen variiert werden, so dass sich die Position der Maxima und der Minima verschob. Die Kügelchen wanderten dann wie auf Kommando mit diesen über mehrere hundert Mikrometer durch die Flüssigkeit.
Damit dies funktionierte, mussten die Forscher allerdings zu einem Trick greifen: Anstelle gewöhnlicher Laserstrahlen verwendeten sie so genannte Besselstrahlen. Da sich derartige Strahlen bei ihrer Wanderung durch einen Körper nicht verbreitern, war die Falle somit entlang ihrer Achse räumlich stabil. Bilder des Experiments finden sich auf der Internetseite der Forscher.





