Ein Ziel für die Prometheus-Mission steht noch nicht fest. Zunächst wollte die Nasa den geplanten Jupiter Icy Moons Orbiter mit dem Prometheus-Projekt verbinden, was wegen der hohen technischen Ansprüche aber verworfen wurde. Andere mögliche Ziele für den Ersteinsatz des Weltraum-Reaktors sind Mond, Mars, Venus oder ein Asteroid. Daneben kommen auch weiter entfernte Ziele wie der Saturnmond Titan oder der Neptun-Mond Triton in Betracht.
Für Forscher, die aus dem Sonnensystem hinausblicken wollen, sind die Kernreaktoren allerdings ein Ärgernis. “Sie erzeugen große Mengen von Teilchen und Strahlung bis hin zu Gammastrahlen, die die Weltraumteleskope blenden könnten”, sagte Gary Bernstein von der University of Pennylvania dem New Scientist. Bernstein ist Mitglied eines Ausschusses des Nationalen Forschungsrates der USA, der jetzt einen Bericht zum Prometheus-Projekt vorlegte.
Demnach sei der nuklear-elektrische Antrieb, an dem die Nasa arbeitet, nicht geeignet für die geplanten bemannten Raumfahrt-Missionen. Der Ausschuss kritisiert auch, dass noch hohe technischen Hürden zu überwinden sind, bis die Reaktortechnik im Weltraum zuverlässig genug für eine Mission ins äußere Sonnensystem ist. Bei solch einer Mission müsste ein Reaktor mindestens zehn Jahre ohne Wartung auskommen. Die Kosten für das Prometheus-Projekt sind ein weiterer Kritikpunkt: “Wenn man Prometheus bevorzugt, fallen andere Projekte hinten runter”, sagt Gary Bernstein, “man bekommt diese Technik nicht umsonst.”





