Um die Quantendaten von einem kurzwelligen Lichtteilchen auf ein langwelliges zu übertragen, greifen Tanzilli und Kollegen zu einem Trick: In einem Demonstrationsversuch spalteten sie ein Photon mit 711,6 Nanometer Wellenlänge in zwei langwellige Photonen auf. Diese können durch die Glasfaserkabel reisen. Erreichen beiden Photonen jeweils einen speziellen Analysator, können die Forscher überprüfen, ob beide Lichtteilchen noch immer das ursprüngliche Paar bilden. Erst dann sind sie noch miteinander verschränkt – eine zentrale Voraussetzung für jede Quanteninformation.
Verläuft dieser Test positiv, muss nur noch ein langwelliges Photon wieder zurück auf die kurzen Wellenlängen eines Qubits transformiert werden. Hierzu dient ein Laser, dessen Licht sich mit dem Photon paart. Dabei vernichten sich beide Lichtteilchen und senden gleichzeitig direkt ein neues aus. Dieses hatte wieder eine Wellenlänge von 711,4 Nanometer – kurz genug, um Quanteninformation wieder auf ein Qubit zu übertragen. Der Datenkreis ist geschlossen.
Auch wenn Tanzilli und Kollegen nicht von einem echten Qubit ausgegangen sind, haben sie mit ihrem Experiment die Übertragung von Quanteninformationen über Photonen verschiedener Wellenlängen demonstrieren können. Damit funktionieren im Prinzip die wichtigen Interfaces zwischen Quantencomputern. Eine Anpassung an etwas von 711,4 nm abweichende Wellenlängen, wie sie in Qubit-Experimenten vorkommen, halten sie nun für möglich.





