Die Raumsonde Galileo wird voraussichtlich morgen, am 21. Septebmer 2003, auf den Riesenplaneten Jupiter stürzen. Die äußerst erfolgreiche Mission endet, weil Galileo der Treibstoff ausgeht.
“Es war eine fantastische Mission für die Planetenforschung, und es ist ein wenig traurig, dass sie jetzt zu Ende geht?, sagt Claudia Alexander, Projektleiterin für die Galileo-Mission beim Jet Propulsion Laboratory der Nasa. “Nachdem Galileo fast fünf Milliarden Kilometer weit gereist ist, drücken wir die Daumen, dass die Sonde uns in ihren letzten Stunden noch neue Informationen über Jupiters Umgebung sendet.?
Während der Annäherung an Jupiter soll Galileo ihre letzten Daten übertragen. Ob das gelingt, ist allerdings unklar. In der Nähe von Jupiter steigt die Strahlenbelastung stark an, und die Sonde hat bereits das vierfache der Strahlendosis abbekommen, die auszuhalten sie ursprünglich konzipiert war. Galileo wird dann wenige Grad südlich des Äquators mit einer Geschwindigkeit von fast 50 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre des riesigen Gasplaneten stürzen.
Die Mission von Galileo begann bereits kurz nach dem Start 1989. Auf ihrem Weg durchs All näherte sich die Sonde den Asteroiden Gaspra und Ida und entdeckte dabei den ersten bekannten Mond eines Asteroiden. Ein Jahr vor der Ankunft im Jupiter-System nahm Galileo spektakuläre Bilder vom Einschlag des Kometen Levy-Shoemaker 9 auf, der von der Erde aus nicht sichtbar war. Obwohl die Hauptantenne ausgefallen war, übertrug Galileo insgesamt 30 Gigabyte an Daten, darunter 14.000 Bilder von Jupiter und seinen Monden.
Ute Kehse





