Die Forscher um Husen nehmen an, dass die starken Oberflächenwellen des Bebens mit der Stärke 7,9 die Druckverhältnisse in den Kanälen änderten, aus denen die Geysire gespeist werden. In einigen Fällen könnten die Wellen verstopfte Kanäle freigerüttelt haben, so dass zusätzliches heißes, unter Druck stehendes Wasser in das Leitungssystem einiger Geysire gelangte. Bei anderen Geysiren könnten sich die Leitungen durch die Erdbebenwellen geweitet haben, wodurch der Druck in der Erde nachließ. So erklären sich die Forscher, warum einige Geysire häufiger ausbrachen, andere dagegen seltener. Auch die Erdbeben rund um die Geysir-Becken könnten durch die veränderten Druckverhältnisse ausgelöst worden sein. Einige Tage nach dem Erdbeben normalisierten sich die Verhältnisse wieder.
Bislang waren solche Veränderungen nur bei Erdbeben beobachtet worden, die sich relativ nah am Yellowstone-Park ereignet hatten. Die Forscher spekulieren, dass ein starkes Beben in der direkten Umgebung der Yellowstone-Caldera regelrechte hydrothermale Explosionen auslösen könnten, bei denen kleinere Krater in die Erdkruste gesprengt werden.





