“Nicht Millionen von Leuten werden benötigt, sondern Millionen mal Millionen mal Millionen”, verwirft der Laserexperte Donald Umstadter die Pläne des exzentrischen Künstlers. Neben der Dämpfung durch die Erdatmosphäre spiele die Streuung des Lichts und die Absorption auf der Mondoberfläche eine Rolle. Downey selbst zeigt sich wenig beeindruckt von der Kritik: “Wenn ich die Leute dazu bringen kann, über den Mond nachzudenken als etwas, das sie vielleicht berühren können ? und wenn es nur mit einem Laserpointer ist ? war es schon ein großer Erfolg.”
Ein amerikanischer Künstler will den Mond “bemalen”: Nach seinen Plänen sollen Millionen von Amerikanern gleichzeitig ihre Laserpointer auf den Erdtrabanten richten und dadurch fünf Minuten lang einen roten Punkt auf seine Oberfläche zaubern, meldet der Online-Nachrichtendienst space.com . Wissenschaftler glauben jedoch nicht, dass der Lichtfleck hell genug sein wird, um von der Erde aus tatsächlich wahrgenommen zu werden.
Bei dem kollektiven Kunstereignis sollen die Menschen die Faszination des Himmelskörpers erleben, wirbt James T. Downey auf seiner Internetseite Paint the Moon. Angesetzt hat er das Spektakel in den Nächten zum 28. Oktober und zum 25. November, in denen ein Viertel des Erdtrabanten nicht zu sehen ist. Auf einen Punkt im nicht sichtbaren Teil des Mondes sollen die Teilnehmer ihre optischen Zeiger richten.
Ulrich Dewald





