Abhilfe soll die Raumsonde “Gaia” schaffen, die nach Plänen der ESA um das Jahr 2010 ins All starten soll. Sie könnte nicht nur unbekannte Asteroiden aufspüren, sondern auch rund dreißigmal präzisere Flugdaten der bekannten Himmelskörper liefern, berichtet Francois Mignard vom Observatorium der Cotes d’Azur in einer Studie im Auftrag der ESA. So sollen mögliche verheerende Meteoriteneinschläge sicherer vorhergesagt werden.
Die Europäische Weltraumbehörde ESA will in Zukunft verstärkt nach Asteroiden suchen, die der Erde bei einem Einschlag gefährlich werden könnten und sich im “blinden Fleck” zwischen Erde und Sonne bewegen. Diesen Bereich des Sonnensystems können Astronomen von der Erde aus nur schwer beobachten, da die Forscher dazu in Richtung Sonne blicken müssen, was nur tagsüber möglich ist. Am hellen Taghimmel kleinere Gesteinsbrocken ausfindig zu machen, ist jedoch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.
Immer wieder können sich so Asteroiden unbemerkt der Erde nähern ? zuletzt im vergangenen März, als der Asteroid 2002 EM7 im Abstand von rund 450.000 Kilometern an der Erde vorbeizog. Bemerkt wurde er erst vier Tage nach seinem Vorbeiflug. Bekannt sind immerhin etwa 550 solcher Asteroiden ? es könnten jedoch auch mehrere tausend sein, schätzen Astronomen.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





