Am 7. Oktober gegen 2.46 Uhr Weltzeit traf ein gut zwei Meter großer Himmelskörper die Erde mit einer Geschwindigkeit von 12,8 Kilometern pro Sekunde. Er hatte die Energie von 1000 bis 2000 Tonnen Sprengstoff TNT (zum Vergleich: die Sprengkraft der Hiroshima-Atombombe entsprach 12 500 Tonnen TNT). Nur weil er Dutzende Kilometer hoch in der Atmosphäre über dem nördlichen Sudan zerbrach und verglühte, richtete er keinen Schaden an. Solche harmlosen Treffer gibt es jedes Jahr. Aber das Objekt 2008 TC3 (auch 8TA9D69 genannt) war etwas Besonderes: Mit ihm wurde erstmals ein irdischer Meteoritentreffer korrekt vorausgesagt. Das so etwas funktioniert, ist für die Menschheit überlebenswichtig: Der Einschlag eines Meteoriten mit einem Durchmesser von vielen Hundert Metern – der langfristig durchaus drohen könnte –, wäre eine globale Katastrophe, wenn er nicht verhindert würde.
2008 TC3 wurde am 6. Oktober von Gareth Williams mit einem 1,5-Meter-Teleskop auf dem Mount Lemmon nördlich von Tucson, Arizona, entdeckt. Beim sogenannten Catalina Sky Survey machten 27 Profi- und Amateurastronomen in gut 18 Stunden jeweils über 500 astro- und photometrische Messungen, und mehrere Institutionen berechneten daraus den Kollisionskurs. Das Ende des Meteoriten in der Erdatmosphäre wurde von dem Wettersatelliten Meteosat 8 beobachtet.





