Die vielen großen Felsbrocken auf der Oberfläche des 34 Kilometer langen Planetoiden 433 Eros stammen größtenteils von einem einzigen Krater. Er hat einen Durchmesser von 7,6 Kilometern und wird Shoemaker genannt – nach dem Geologen Eugene M. Shoemaker. Peter Thomas von der Cornell University und seine Kollegen zählten 6760 Trümmersteine größer als 15 Meter auf Eros’ 1125 Quadratkilometer großer Oberfläche (insgesamt sind über 30000 bekannt). Außerdem analysierten sie deren – überwiegend äquatoriale – Verteilung und mögliche Flugbahnen. „Diese Trümmer sind bei einem einzigen Einschlag entstanden”, sagt Thomas. Er glaubt, dass ein kleiner Planetoid oder Komet vor einer Milliarde Jahre mit Eros kollidierte. Dabei wurde 15 Kubikkilometer Material frei geschlagen. Das meiste entwich in den Weltraum, nur 0,4 Prozent lagerte sich auf der Planetoidenoberfläche ab. Eros ist rund vier Milliarden Jahre alt und selbst ein Stück eines bei einem Zusammenstoß zerborstenen Planetoiden. Die Felsbrocken auf Eros wurden von der 1996 gestarteten Raumsonde NEAR-Shoemaker fotografiert. Sie hat den Himmelskörper ein Jahr lang umkreist und erforscht. Dann landete sie auf ihm.
Hans Groth





