Quasare überstrahlen ihre Heimatgalaxien um ein Vielfaches. Die ultrahellen Zentren junger Galaxien entstehen aber in einer viel „armseligeren” Umgebung als Wissenschaftler bislang angenommen haben. Diese Aufsehen erregende Entdeckung machte ein britisch-australisch-kanadisches Astronomenteam um Scott Croom vom Anglo-Australian Observatory mit Beobachtungen am 8-Meter-Gemini-Nord-Teleskop auf dem Mauna Kea, Hawaii. „Es ist, als ob ein hochgezüchteter Formel- 1-Rennwagen in einer billigen Vorort- Garage herumstehen würde”, beschreibt es Croom.
Quasare gewinnen ihre enorme Leuchtkraft – rund das 1000fache einer ganzen Galaxie – durch den Sturz von Materie in ein massereiches Schwarzes Loch. Bislang hatten Astronomen etwas anderes angenommen. Sie waren der Ansicht, dass die Heimatgalaxie umso größer und weiter entwickelt ist, je leuchtkräftiger der Quasar ist.
Die neuen Beobachtungen zeigen jedoch, dass dies zumindest für das frühe Universum vor zehn Milliarden Jahren nicht gilt. Diese Entdeckung ist eine große Herausforderung für die Modelle der kosmischen Evolution und der Entstehung massereicher Schwarzer Löcher.





