Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • Einzelheftverkauf
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-392
E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Startseite/Archäologie/Artikel
„Elitehäftling“ Kurt Schuschnigg
Archäologie

„Elitehäftling“ Kurt Schuschnigg

Aufnahme von Kurt Schuschnigg von 1946, rund ein Jahr nach seiner Freilassung. akg-images / UIG / RDB by Dukas

„Unser Heim ist recht nett. Außen Holzverschalung, innen Zentralheizung und elektrischer Herd. Zimmer zwar klein, aber immerhin genügend: 4 ganze und 2 halbe Räume, plus Küche und Bad.“ Was Kurt Schuschnigg hier in einem Brief vom 15. Januar 1942 an seinen Onkel Hermann Wopfner beschreibt, wirkt verstörend harmlos,…
Autor
Redaktion
20. März 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Archäologie
Kurt Schuschnigg war mehrere Jahre im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Unter welchen Bedingungen lebte der ehemalige österreichische Bundeskanzler dort?

In Sachsenhausen starben Zehntausende Menschen, darunter Juden, Kriegsgefangene und politische Gefangene. Die dort begangenen Gräueltaten sind gut dokumentiert. Weniger bekannt ist, dass es „Elitehäftlinge“ gab, die unter besonderen Bedingungen im Lager lebten. Die Nationalsozialisten sonderten Gefangene mit prominenten Verbindungen zur Außenwelt ab – Personen, deren Tod oder Verschwinden für das Regime politisch heikel gewesen wäre. Auch Schuschnigg gehörte zu dieser Gruppe.

Die Historikerin Erika Rummel hat diesen Aspekt der KZ-Geschichte anhand von Quellen wie Tagebüchern und Briefen, die Schuschnigg aufgrund seiner Sonderstellung aus dem Konzentrationslager an Angehörige herausschmuggeln konnte, aufgearbeitet. Ihr Buch liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor.

Die Bedingungen des „Sonderhäftlings“ waren keinesfalls mit dem Horror vergleichbar, dem „normale“ Häftlinge ausgesetzt waren. Schuschnigg stand ein eigenes Haus zur Verfügung, er hatte sogar zeitweise eine Haushaltshilfe. Zudem war es ihm gestattet, mit seiner Frau und seiner Tochter zusammenzuleben.

Die Quellen zeigen zugleich, wie sehr auch unter solchen privilegierten Umständen Strategien nötig waren, um mit der Gefangenschaft umzugehen und seine geistige Gesundheit zu erhalten. Schuschnigg bewahrte sich seinen Sinn für Humor, las Bücher, führte ein Tagebuch und war körperlich aktiv. Auch Musik und der Glaube an Gott gaben ihm Halt.

Autorin: Dr. Anna Joisten

Literatur

Erika Rummel, Elitehäftling. Wie Österreichs Bundeskanzler Kurt Schuschnigg die Nazi-Gefangenschaft überlebte. Basel 2025.

Mehr aus Archäologie

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Archäologie.

Alle Archäologie-Artikel
Komplexe hydraulische Systeme versorgten Saladins Zitadelle
Archäologie

Komplexe hydraulische Systeme versorgten Saladins Zitadelle

11. Juni 2026

Die im Mittelalter von Sultan Saladin errichtete Zitadelle ist noch heute eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten von Kairo. Jetzt haben…

DAMALS-Podcast, Folge 164: Warum die erste Fußball-WM in Uruguay war
Archäologie

DAMALS-Podcast, Folge 164: Warum die erste Fußball-WM in Uruguay war

11. Juni 2026

Die erste Fußballweltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Aber warum eigentlich gerade dort? Bis dahin hatten die großen europäischen…

Rätsel um kopflose Skelette geht weiter
Archäologie

Rätsel um kopflose Skelette geht weiter

9. Juni 2026

Kopflose Skelette aus einem jungsteinzeitlichen Siedlungsgraben in der Slowakei geben Archäologen weiterhin Rätsel auf. Denn warum Menschen…

Mammutfund erweist sich als steinzeitliches Cold Case
Archäologie

Mammutfund erweist sich als steinzeitliches Cold Case

8. Juni 2026

Cold Case: Ein bei Regensburg entdecktes Mammutskelett hat sich als wichtiges Zeugnis der menschlichen Frühgeschichte entpuppt. Denn…

← Zurück zu ArchäologieZur Startseite