Wissenschaftler des Elektronikkonzerns Philips haben eine neue leistungsstarke Variante eines elektronischen Papiers hergestellt. Das Papier besteht aus einer Plastikfolie, die in kleine Bildpunkte eingeteilt ist. Diese können elektronisch innerhalb von etwa zehn Millisekunden mit verschiedenen Graustufen oder Farben versehen werden.
Die Idee hinter dem von Robert Hayes und Johan Feenstra von den Philips-Labors in Eindhoven hergestellten elektronischen Papier ist so einfach wie genial. Eine weiße, stromleitende Plastikfolie wird in winzig kleine Quadrate oder Pixel eingeteilt. In jedem dieser Pixel sitzt ein schwarzer Tintenfleck, der das Pixel komplett ausfüllt. Das “Papier” erscheint daher schwarz.
Wird nun aber eine Spannung an eines dieser Pixel angelegt, zieht sich der dort befindliche Tropfen zusammen. Auf diese Weise wird der weiße Hintergrund des Pixels teilweise sichtbar ? das Pixel ist grau. Mittels dreier verschiedenfarbiger Tintenflecke können so auch Farbbilder dargestellt werden.
Den holländischen Wissenschaftlern zu Folge könnte aus ihrem Papier schon bald ein flexibler Bildschirm hergestellt werden, der die Leuchtstärke und damit die Farbsättigung eines herkömmlichen Laptopbildschirms um ein Vielfaches übertrifft. Da die einzelnen Pixel zudem innerhalb von zehn Millisekunden mit verschiedenen Farben versehen werden können, lassen sich auch ganze Videofilme auf dem Papier abspielen.
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Stefan Maier





