von DIRK EIDEMÜLLER
Fraktale Gebilde sind mit ihrer vielfachen Selbstähnlichkeit nicht nur sehr ästhetisch, sondern auch unter mathematischen Gesichtspunkten ziemlich kurios. Dabei sind Fraktale allgegenwärtig. Die Natur arbeitet überall mit dem mächtigen Strukturprinzip, Ordnungsmuster auf verschiedenen Größenskalen zu reproduzieren, sodass schließlich fraktale Körper entstehen, die in unterschiedlicher Vergrößerung mehr oder weniger identisch aussehen. Sowohl beim Romanesco-Blumenkohl als auch bei Farnen, Nautilus-Schnecken und vielen anderen Gewächsen und Organismen finden sich fraktale Bauprinzipien. Im menschlichen Körper gibt es ebenfalls fraktale Strukturen – etwa das Netzwerk der Venen oder den Aufbau der Lungenbläschen, die dank ihrer feinen Verschachtelung eine riesige Oberfläche bei minimalem Gewicht ausbilden.





