Tief unter dem ewigen Eis der Antarktis fließt Wasser. Das haben Forscher des American space agengy’s Jet Propulsion Laboratory nun entdeckt. Auch eine wassergefüllte Höhle befindet sich 1,4 Meter unter der dicken Eisschicht.
Das Team um Frank Carsey bohrte bis zu Tiefen von 12.000 Metern und fand neben den Wasserspuren in größeren Tiefen des Eises auch Felsbrocken, die sie hier nicht mehr vermutet hatten. Noch in 26 Metern Tiefe konnten Trümmer in den Eisproben nachgewiesen werden. Bisher hatte man angenommen, dass solche Gesteinsbrocken nur bis zu zwei Meter tief liegen.
Mit ihren Ergebnissen wollen die Forscher das Abtauen der Gletscher näher verfolgen. Denn die Schwankungen der Tau- und Fließraten beeinflussen nachweislich den weltweiten Meeresspiegel. Anhand der Eisanalyse wollen die Forscher lernen, wie das Eis fließt, seine Richtung ändert und manchmal sogar aufhört zu fließen.
Die bei den tiefen Bohrungen verwendete Technik soll nun auch für die Erkundung anderer extrem unzugänglicher Landschaften auf der Erde eingesetzt werden. Aber auch fern der Erde, beispielsweise auf Jupiters eisverkrustetem Mond Europa, könnte die Technik Verwendung finden.
Dr. Dagmar Knopf