Dieser ungewöhnliche Phasenübergang wurde wohl durch die Ausbildung von Wasserstoffbrückenbildungen zwischen den beiden Stoffen ausgelöst, vermuten die Forscher. Bei tieferen Temperaturen sind diese Bindungen nur innerhalb der Cyclodextrin Moleküle vorhanden. Sobald allerdings Wärme zugeführt wird, brechen sie auf, und die Moleküle verändern ihre räumliche Struktur.
Dadurch können sich nun ihrerseits Wasserstoffbrücken zwischen dem Cyclodextrin und den 4-Methylpyridin-Molekülen ausbilden, so dass die gesamte Mischung fest wird. Dieser Vorgang ist reversibel – bei Abkühlung schmolz der Feststoff, und es bildete sich wiederum eine Flüssigkeit.
Die Forscher haben ihre Theorie bisher mit Strukturanalysen der Mischung mit Hilfe von Neutronenstrahlen untermauert. In weiteren Experiment wollen sie die Dynamik des Vorgangs nun genauer untersuchen.





