eine interaktive animation, entwickelt von Physikern der Uni Tübingen, macht erlebbar, wie sich der Anblick einer städtischen Umgebung verändert, wenn man mit fast Lichtgeschwindigkeit hindurch radelt. Zu den Veränderungen tragen drei verschiedene physikalische Phänomene bei. Zum einen bewirkt der „ Geometrie-Effekt”, dass die Form der Gebäude verzerrt erscheint – und zwar um so stärker, je mehr sich das Tempo der Lichtgeschwindigkeit nähert. Der Geometrie-Effekt ist eine Folge der Relativitätstheorie und wird durch die Änderung der Länge von bewegten Objekten und die gleichzeitige Änderung der Laufzeit des Lichts hervorgerufen. Daneben sorgt der „Doppler-Effekt” dafür, dass sich die Frequenz des von Straßen und Häusern ausgehenden Lichts verschiebt – bei Objekten, auf die man sich zu bewegt, zu höheren, bei solchen, von denen man sich entfernt, zu niedrigeren Frequenzen hin. Das lässt Objekte vor dem Fahrrad bläulich wirken, solche hinter dem Rad rötlich. Der „Search-Light-Effekt” schließlich hat zur Folge, dass man Gebäude in der Bildmitte um so heller wahrnimmt, je schneller man auf sie zu radelt. Der Rand des Sichtfelds erscheint mit zunehmendem Tempo immer dunkler. Dieser Eindruck entsteht, weil bei hoher Geschwindigkeit die Photonen des Lichts vor allem aus dem Zentrum der Blickrichtung ins Auge treffen.





