von THORSTEN DAMBECK
Um den vulkanischen Hexenkessel auf Io zu beobachten, braucht es kein Riesenteleskop. Das hat Jeff Morgenthaler vom Planetary Science Institute im US-Bundesstaat Arizona gezeigt. Die Forschungseinrichtung betreibt seit 2017 das Io Input/Output observatory, kurz IoIO genannt. Grundlage dafür ist ein gutes Amateurfernrohr mit 35-Zentimeter-Spiegeloptik. Der Clou ist eine spezielle Technik, die auch zur Beobachtung der Sonnenkorona eingesetzt wird. Sie blockiert das grelle Licht Jupiters und bildet so das schwache Leuchten in dessen Umgebung ab. Es hat seine Ursache in Emissionen, die nicht von dem Riesenplaneten stammen, sondern von den Gasen, die sein feuriger Begleiter ins Weltall spuckt. Je heller die Gase glühen, desto aktiver ist Io.





