Die Nahaufnahmen von Cassini zeigen Nasa-Forschern zufolge, dass Phoebe sich von steinigen Asteroiden unterscheidet. “Wenn man Asteroiden wie Ida, Matilde, Eros oder die beiden Marsmonde von nahem betrachtet, dann findet man keine hellen “Spritzer”, wie sie in der Nähe von kleineren Kratern auf Phoebe zu sehen sind”, berichtet Peter Thomas von der Cornell University. “Phoebe ist eine Welt mit dramatischen Landschaftsformen”, schwärmt Alfred McEwen von der University of Arizona, “überall Krater, Erdrutsche und lineare Strukturen wie Gräben, Furchen und Ketten kleinerer Gruben. Diese Strukturen sind Schlüssel zu Phoebes Innerem, und wir werden sie sehr genau analysieren.” Die Forscher vermuten, dass sich auf Phoebes Oberfläche eine 300 bis 500 Meter dicke, dunkle Schicht befindet, unter der Eis liegt.
Falls Phoebe tatsächlich aus dem Kuiper-Gürtel stammt, bieten sich den Forschern ungeahnte Möglichkeiten: Bislang konnte noch keiner dieser fernen Eisplaneten, zu denen auch Pluto und sein Mond Charon zählen, aus der Nähe beobachtet werden. Da die Kuiper-Gürtel-Objekte fern von der Sonne entstanden sind, sind sie womöglich heute noch im gleichen Zustand wie vor 4,5 Milliarden Jahren, als das Sonnensystem entstand.





