Dadurch wurde die Erdatmosphäre einem gewaltigen Schauer dieser energiereichen elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt, was zu einer Zerstörung der Ozonschicht führte und möglicherweise das in diesem Erdzeitalter stattgefundene Massensterben ausgelöst hat.
Durch umfangreiche Simulationen der Auswirkungen von Gammastrahlen auf die Erdatmosphäre haben die Forscher herausgefunden, dass Gammastrahlen allerdings auch als Düngemittel für die ersten Landpflanzen gedient und diesen somit zum Durchbruch verholfen haben könnten. Gammastrahlen lassen nämlich den Sauerstoff der Luft mit Stickstoff reagieren, so dass sich Stickstoffdioxid ausbildet.
Auf diese Weise könnte vor 440 Millionen Jahren ein saurer Stickstoffregen eingesetzt haben, der das Festland mit Nitraten gesättigt und somit das Wachstum von Pflanzen erleichtert haben könnte, so Melott. Dieser Nitratschauer fand seinen Berechnungen zufolge über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren statt ? lange genug, um die Ausbreitung von Pflanzen auf das Festland erheblich zu beschleunigen.





