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Startseite/Archäologie/Artikel
Die Weltkarte färbt sich rot
Archäologie

Die Weltkarte färbt sich rot

Inzwischen sieht man die Geschichte des Britischen Empires natürlich kritischer als im 19. Jahrhundert. Doch noch immer gibt es Apologeten, die neben Bildungseinrichtungen und medizinischer Versorgung auch die Eisenbahn als Beispiel dafür nennen, dass die Kolonien von der britischen Herrschaft profitiert hätten. Beeindruckend war die neue Infrastruktur allemal: hier ein Gemälde (19. Jahrhundert) des Bahnhofs von Bombay (heute Mumbai). Nach fast zehn Jahren Bauzeit wurde das im neogotischen Stil geplante Gebäude 1887 fertiggestellt. INTERFOTO / Mary Evans / IBL Collections

Erst im Laufe der Regierungszeit von Königin Viktoria sahen die Menschen in Großbritannien die überseeischen Besitzungen als einen Gewinn für ihre Nation – die zähe Auseinandersetzung mit den abtrünnigen Kolonien in Nordamerika hatte hier einen langen Nachhall gehabt. Einen entscheidenden Wendepunkt bildete das Jahr…
Autor
Redaktion
30. April 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Archäologie
Erst im Laufe der Regierungszeit von Königin Viktoria sahen die Menschen in Großbritannien die überseeischen Besitzungen als einen Gewinn für ihre Nation – die zähe Auseinandersetzung mit den abtrünnigen Kolonien in Nordamerika hatte hier einen langen Nachhall gehabt. Einen entscheidenden Wendepunkt bildete das Jahr 1858, als Indien – bislang von der Ostindien-Kompanie kontrolliert – nach einem niedergeschlagenen Aufstand der Bevölkerung zur Kronkolonie erklärt wurde. Als Premierminister Benjamin Disraeli 1876 Viktoria zur Kaiserin von Indien krönen ließ, war die Idee des Empires endgültig fest etabliert. Nun schauten die Briten stolz auf die Weltkarte, in die sie ihre Kolonien mit roter Farbe eintrugen.

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