Stixrude und Jeanloz stellten nun aber fest, dass hohe Temperaturen die Beweglichkeit der Elektronen nicht etwa behindern, sondern begünstigen. “Hohe Temperaturen lassen die Atome herumwackeln”, erläutert Jeanloz, “deshalb dachte man, dass erhöhte Temperaturen die Elektronen abstoßen würden, so dass sie sich innerhalb der Flüssigkeit nicht leicht bewegen können.” Die Berechnungen der Forscher ergaben aber, dass die Atombewegungen neue Wege für die Elektronen eröffnen.
Das hat vor allem Auswirkungen auf das Bild, das sich Forscher vom Kern der Riesenplaneten machen. Helium galt bisher als elektrischer Isolator, und außerdem als mögliche Energiequelle. Jupiter strahlt mehr Energie in Form von Wärme ab, als er von der Sonne aufnimmt. Durch welchen Prozess der Planet selbst Energie erzeugt, ist unklar. Einer Theorie zufolge könnte Helium in der äußeren Atmosphäre Jupiters kondensieren. Wenn die entstehenden Regentropfen wieder zum Kern hinabfallen, würde dabei potenzielle Energie frei.
Die Ergebnisse der Simulationsrechnungen zeigen nun aber, dass sich die beiden flüssigen Metalle mischen und eine Art Legierung bilden könnten. Stixrude kommentiert: “Nun müssen wir woanders nach der Energiequelle suchen.”





