Im Standardmodell der Elementarteilchen werden drei fundamentale Wechselwirkungen beschrieben. Das geschieht mithilfe mathematischer Symmetriegruppen: U(1), SU(2) und SU(3). Die Kräfte – genauer: ihre Kopplungsstärken – nähern sich bei hohen Energien einander an. Dann sollen sie von einer Großen Vereinheitlichten Theorie (Grand Unified Theory, GUT) als eine einzige Superkraft charakterisiert werden. Die Kopplungsstärken der drei Wechselwirkungen treffen sich aber nur dann in einem Punkt, wenn das Standardmodell durch die Theorie der Supersymmetrie zwischen Materie und Kräften erweitert wird. Dies macht sich wohl ab etwa 1000 Gigaelektronenvolt bemerkbar (daher der „Knick” links in den roten Kurven). Die theoretische Vereinheitlichung der elektromagnetischen und schwachen Kraft zu einer elektroschwachen Kraft, durch Messungen bestätigt, wurde in der Grafik berücksichtigt. Ab etwa 200 Gigaelektronenvolt muss allerdings extrapoliert werden.





