Das Team um Jemma Wadham von der University of Bristol hat nun die mögliche Methananhäufung unterm Eis in den Sedimentbecken mithilfe eines Hydrat-Modells berechnet. Da die Bedingungen dort die Methanproduktion begünstigen, gehen die Forscher von vier Milliarden Tonnen aus. Das Team berechnete zudem die Menge an organischem Kohlenstoff unter dem Antarktischen Eisschild. Kohlenstoff ist die Grundlage der Organismen, die diesen zu Kohlenstoffdioxid und Methan umsetzen können. Die Wissenschaftler ermittelten eine Menge von rund 21.000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff.. Sicher sind diese Ergebnisse jedoch nicht. Die Autoren der Studie schreiben selbst von möglicherweise erheblichen Unsicherheiten bei ihren Berechnungen, da die Mengen nicht ganz genau bestimmt, sondern nur geschätzt werden können.
Problematisch könnte die große Methanmenge werden, wenn sich der dünne Eisschild aufgrund von zu viel Wärme verkleinert und so die Methanvorkommen in den Sedimentbecken freigelegt werden. Da Methan ein Treibhausgas ist, würde es zu einer sogenannten positiven Rückkopplung kommen: Die globale Erwärmung würde vermutlich noch weiter fortschreiten. ?Unsere Studie zeigt, wie wichtig eine weitere Erforschung der Lebenswelt unter dem Eisschild von Antarktika ist, weil diese abgelegenen Gebiete möglicherweise einen sehr viel größeren Einfluss auf das Klima-System der Erde haben, als wir in der Vergangenheit dachten?, schließt Slawek Tulaczyk von der University of California, der ebenfalls an der Studie beteiligt war.





