Für den griechischen Astronomen Claudius Ptolemäus bildete die Erde das Zentrum der Welt, umkreist von den „Planeten” Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn. Um die Schleifenbewegungen zu erklären, ließ er die Planeten auf zusätzlichen kleinen Kreisen laufen, die auf den größeren abrollten. Dieses komplizierte Weltbild vom 2. Jahrhundert n.Chr. prägte das Denken der Gelehrten, einschließlich des Klerus, bis ins 17. Jahrhundert.
Nikolaus Kopernikus, Domherr in Frauenburg, entwarf ab 1509 ein einfacheres System, indem er die Sonne in die Mitte setzte und die Planetenschleifen durch den bewegten Beobachtungsplatz Erde erklärte – ein Bild, das auf heftigen Widerstand der Kirche stieß.
Der dänische Astronom Tycho Brahe schlug 1587 einen Kompromiss vor: Die Erde bleibt im Zentrum, umkreist vom Mond und der Sonne, die im Mittelpunkt der anderen Planetenkreise steht.





