Ernst Peter Fischer stellt anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens mit der Entwicklung der Charité zugleich eine Geschichte der modernen Medizin dar und zeigt in einem kurzen Ausblick, wie die Institution Charité den Spagat zwischen Krankenhaus und Unternehmen zu schaffen gedenkt. Nicht nur die ruhmreichen Seiten der Medizin und der Charité werden betrachtet, wie zum Beispiel die Leistungen der Ärzte und Schwestern, die in den letzten Kriegsmonaten 1945 allen Patienten halfen, gleichgültig aus welchem Land sie kamen. Auch Schändliches findet Beachtung, wie das Schaffen des Anatomen Hermann Stieve, der von den zahlreichen Hinrichtungen der Nationalsozialisten profitierte, um eigene Forschungen an menschlichen Organen vorantreiben zu können. Bilder, Quellen und Informationskästen zu Medizinern der Charité lockern nicht nur die Lektüre auf, sondern bieten noch zusätzliche Informationen.
Rezension: Carmen Fischer





