von RÜDIGER VAAS
Die Meere kommen aus dem Weltraum – und dorthin entweichen sie auch wieder. Die Geschichte, was davor war und danach sein wird, ist wohl ähnlich spannend wie das, was dazwischen geschieht. Denn heute und seit Milliarden Jahren wimmelt es von äußerst unterschiedlichen Lebensformen in den Ozeanen; auch die Vielzeller sind darin entstanden und somit unsere fernen Ahnen, ohne die es weder uns gäbe noch irgendwelche anderen Landtiere. Doch die Weltmeere haben nicht immer schon existiert – und sie werden auch wieder verschwinden. Etwa 71 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus Meeren, Seen und Flüssen. Aber das ist nur die Spitze des Wasserbergs, denn im Erdmantel könnte das Zehnfache der ozeanischen Wassermassen stecken, im Erdkern sogar bis zum Hundertfachen. Dort schwappt das nasse Element freilich nicht umher wie in einem Hallenbad, sondern befindet sich in den Mineralen, gebunden beispielsweise in Silikaten.





