von RÜDIGER VAAS
Alexander Friedmann sagte einmal: „Mein Beruf ist es, Gleichungen zu lösen. Es ist Sache der Physiker zu entscheiden, was die Lösungen bedeuten.“ Der Mathematiker meinte das halb selbstironisch, denn er beschäftigte sich die meiste Zeit mit durchaus weltlichen Problemen: von Strömungen in Flüssigkeiten über Turbulenzen in der Erdatmosphäre bis hin zur Entwicklung des ganzen Universums. Seine dazu aus der Allgemeinen Relativitätstheorie 1922 abgeleiteten Gleichungen sind nach wie vor aktuell – und was ihre Lösungen bedeuten, ist bis heute ein Thema der Kosmologie geblieben. Noch wichtiger aber ist die Frage, welche der potenziell unendlich vielen Lösungen dieser Gleichungen unser Universum beschreiben und was das für seine Herkunft bedeutet.





