Physiker der Technischen Universität Wien haben einen neuen Quanteneffekt nachgewiesen: Teilchen lassen sich von ihren Eigenschaften trennen. Für das bizarre Experiment nutzten die Forscher ein Neutroneninterferometer am Institut Laue Langevin im französischen Grenoble. Zunächst spalteten sie einen Neutronenstrahl in zwei Teile auf, von denen nur einer in der Messapparatur ankam. Dabei manipulierten sie beide Neutronenstrahl-Teile durch ein Magnetfeld so, dass sich ihr Spin – eine Art Eigendrehimpuls – auf bestimmte Weise änderte. Aus den Messergebnissen schlossen die Physiker, dass die aufgefangenen Neutronen ihren Spin unterwegs auf Teilchen des anderen Teilstrahls übertragen hatten. Sie hatten sich also quasi vorübergehend ihrer Eigenschaften entledigt. In Anlehnung an die Katze in „Alice im Wunderland”, die ihr Grinsen zurücklässt, wenn sie verschwindet, sprechen die Forscher vom „Grinsekatzen-Effekt” .





