von RAINER KURLEMANN
Alexander Frank hat ein besonderes Verhältnis zu Seen. In diesem Herbst reist der Biologe zu drei großen europäischen Gewässern: zum Stechlinsee in Brandenburg, zum Erken in Süd-Schweden und zum Lago Maggiore zwischen Italien und der Schweiz. Er sammelt Wasserproben und will damit die Geheimnisse der Seen ergründen. „Wir wissen viel zu wenig über die Aktivitäten der Mikroorganismen, dabei sind sie wichtig für die Sauerstoffbilanz, die Entstehung des Treibhausgases Methan und die Produktion von Biomasse“, sagt Frank. Die Wasserproben werden mit einem Verfahren untersucht, dem für die Erforschung von Ökosystemen eine wachsende Bedeutung zukommt. Frank ist Laborleiter des Bayreuther Zentrums für stabile Isotope in der Ökologie und Biogeochemie (BayCenSI). Das Speziallabor wurde im Dezember 2022 eröffnet und wird Forschungsprojekte aus ganz Deutschland unterstützen.





