Reisz und Rybczynski untersuchten die Zähne eines in Russland gefundenen Exemplars von Suminia mit dem Elektronenmikroskop und entdeckten dort Riefen, die darauf schließen ließen, dass das Tier pflanzliche Nahrung durch Scherbewegungen des Kiefers zerkleinerte. Im Gegensatz zu vielen heute lebenden Reptilien – etwa Eidechsen und Krokodilen – treffen sich die Zähne von Ober- und Unterkiefer von Suminia.
Die Fähigkeit, harte Stängel und Blätter effektiv zu verkleinern, half Suminia dabei, die in Pflanzen enthaltenen Nährstoff besser zu verwerten. Das führte erstmals zur größeren Ausbreitung der damals lebenden pflanzenfressenden Wirbeltiere, der so genannten Anomodonta. Die Fähigkeit zu kauen revolutionierte auch den Aufbau des Ökosystems: Vor der Erfindung des Kauens gab es nur sehr wenige Pflanzenfresser. Die meisten damals lebenden Wirbeltiere ernährten sich von wirbellosen Tieren. Außerdem gab es Raubtiere, die sich von Ersteren ernährten.
Mit der Ausbreitung der Pflanzenfresser etablierte sich die moderne Form des Ökosystems, in dem sich wenige Raubtiere von vielen Pflanzenfressern ernähren.





