Die Tatsache, dass bislang nur wenige fossile Vogelknochen gefunden wurden, erschwert die Arbeit der Paläontologen erheblich. ?Vögel haben sehr leichte, fragile Knochen. Sie können leicht zerstört oder von Flüssen fortgetragen werden?, erklärt Longrich. Sein Team untersuchte knapp 25 Fossilien, die aus Nordamerika stammen und in verschiedenen Museen archiviert sind. ?Wir haben die Knochen viel detaillierter betrachtet und akribischer verglichen als alle Forscher zuvor?, so Longrich. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die meisten der untersuchten Arten fast ausnahmslos vor bis zu 300.000 Jahren vor dem KT-Impakt existierten. Funde aus der Zeit nach der großen Katastrophe sind jedoch nicht bekannt ? für die Forscher ein klares Indiz für das abrupte Aussterben der gefiederten Spezies: ?Diese neuen Erkenntnisse beenden das Kapitel dieser Diskussion endgültig?, resümiert Longrich.
Nur einzelne Arten haben offenbar den Meteoriteneinschlag und dessen Folgen überlebt. Diese Arten seien die Ahnen der heutigen Vogelwelt. Allerdings hat unsere Vogelwelt kaum noch etwas mit der vor 65 Millionen Jahren gemeinsam. Vor allem haben sich die Arten viel stärker aufgefächert und an die einzelnen ökologischen Nischen und Klimazonen angepasst ? vom Pinguin bis zum Flamingo.





