Saturns Ringsystem liegt fast genau in der Äquatorebene und besteht aus Tausenden einzelner, teils unterschiedlich heller Ringe. Sie werden zu Hauptringen zusammengefasst, die von außen nach innen A-, B-, C- und D-Ring heißen. Astronomen fanden sie nach und nach mit Teleskopen. Heute weiß man, dass sie überwiegend aus Wassereis bestehen. Auffällig sind die verschieden weiten Lücken, verursacht durch benachbarte Monde. Außerhalb des A-Rings entdeckte 1979 die Sonde Pioneer 11 die schmalen F- und G-Ringe. Der nur fotografisch nachweisbare D-Ring liegt am weitesten innen, er beginnt bereits 6700 Kilometer über der obersten Wolkendecke Saturns. Zwischen dem D-Ring und der äußeren Kante des G-Rings sind es über 106 000 Kilometer – fast ein Drittel der Distanz von Erde und Mond. Der diffuse E-Ring erstreckt sich noch erheblich weiter hinaus in das Mondsystem von Saturn. Trotz ihrer riesigen Ausmaße sind die Ringe sehr dünn: nach Messungen von Raumsonden lediglich 50 bis 100 Meter.





