“Es gibt nur einen Mechanismus, der so kurze Pulse erklären kann”, sagt Co-Autorin Jean Eilek. Die Radiowellen werden Eilek zufolge erzeugt, wenn Dichtewellen im Plasma mit ihrem eigenen elektromagnetischen Feld wechselwirken, so dass sie immer dichter werden, bis sie schließlich explosiv kollabieren und dabei extrem starke Radiopulse freisetzen. “Nur weil wir das Signal des Crab-Pulsars in extrem kleine Zeitabschnitte unterteilen konnten, ist es uns gelungen, etwas über den Entstehungsmechanismus herauszufinden”, sagt Eilek.
Pulsare sind superdichte Neutronensterne, die sich mehrmals pro Sekunde um sich selbst drehen und dabei ähnlich wie ein Leuchtturm gebündelte Strahlen aus Licht und Radiowellen ins Weltall senden. In der Magnetosphäre der Pulsare, so nehmen Astronomen an, existiert die Materie in Form eines hoch ionisierten Gases, als so genanntes Plasma.
Der Crab-Pulsar entstand 1054 bei einer Supernova-Explosion, die auf der Erde mehrere Wochen lang tagsüber zusehen war. Die Explosionswolke wurde 1731 entdeckt, der Pulsar 1968.





