Etwa alle 60 Millionen Jahre gerät die Erde in stürmisches Weltraumwetter. In der Folge zieht sich der Himmel zu und es will nicht mehr aufhören zu regnen. Schließlich sinken die Temperaturen so weit ab, dass viele Tierarten nicht mehr mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen und aussterben. Dieses Szenario ergibt sich aus einer Studie, die Hans Jörg Fahr, Professor am Bonner Institut für Astrophysik, jetzt vorgestellt hat.
Die Erde ist in ihrer Geschichte offenbar mehrmals in dichte Materiewolken gelangt, erklärte Fahr. In diesen Zeiten ist der Strom an Materiepartikeln, die mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen, etwa um das Hundertfache gestiegen. Sie zerschlagen Luftmoleküle in geladene Teilchen, die anschließend sogenannte “Kondensationskeime” für Regentropfen bilden. Die Folge ist eine dicke Wolkendecke, mehr Niederschläge und sinkende Temperaturen.
Das Leben auf der Erde kann sich bei solchen Ereignissen dramatisch verändern, sagt der Forscher: Etwa alle 60 Milllionen Jahren sterben auf der Erde plötzlich zahlreiche Tierarten aus. Möglicherweise hat auch schlechtes Weltraumwetter den Dinosauriern schließlich den Garaus gemacht.
Andreas Wawrzinek





