Objektiv scheint der Charakter der Musik und die Bildern zwar wenig miteinander zu tun zu haben. Doch Tests belegen, dass die Benutzer der Icons zuverlässig auf Ähnlichkeit oder Verschiedenheit der jeweiligen Musik schließen konnten. Statt mühevoll in jedes Stück hineinhören zu müssen, gewinnt der Nutzer über die Icons schnell einen Überblick über seine Sammlung von Musikdateien. Die ins Windows-Betriebssystem integrierte Software soll künftig auch in Handys und Kleincomputern eingesetzt werden. Auf deren kleinen Bildschirmen seien die Icons besonders hilfreich bei der Orientierung, erklären die Entwickler.
Vom Computer selbst gestaltete Blumenmuster sollen künftig Ordnung in die Fülle der Musikdaten auf dem PC bringen. Bremer Studenten haben eine entsprechende Software entwickelt, die den Klang eines Musikstücks erkennt und mit diesen Informationen ein passendes blumenartiges Icon kreiert. In Tests waren diese kleinen Bilder bereits gute Anhaltspunkte, um aus der Fülle der Dateien ähnliche Musikstücke herauszufinden, meldet die Hochschule Bremen.
Der Benutzer der von Philipp Kolhoff und Jacqueline Preuß entwickelten Software kann das System selbst trainieren: Dazu wählt er für eine Handvoll Stücke die seiner Meinung nach passenden Icons aus einem Fundus vorbereiteter Motive aus. So können je nach Nutzer Symphonien zu Sonnenblumen werden oder Technonummern zu roten Rosen. Mit diesen Einstellungen als Grundlage erzeugt das System zu jeder weiteren mp3-Audiodatei durch digitale Analyse automatisch blumenartige Icons, die den Klang des Stücks widerspiegeln. Diese Icons erscheinen dann in allen Dateifenstern.
Pressemitteilung der Hochschule Bremen ddp/wissenschaft.de ? Ulrich Dewald





