Xiang Zhang und seine Kollegen aus Berkeley haben nun allerdings gezeigt, dass diese Beugungsgrenze mit einem dünnen Silberfilm durchbrochen werden kann. In ihrem Experiment gelang es den Wissenschaftlern, Rillen eines Glasplättchens mit einem Abstand von 60 Nanometern durch einen 35 Nanometer dicken Silberfilm auf einer Photoschicht abzubilden, die auf ultraviolettes Licht reagierte. Dazu beleuchteten die Forscher ihr Plättchen mit Licht einer Wellenlänge von 360 Nanometern.
Der Silberfilm ermöglichte es tatsächlich, ein scharfes Bild des Rillenmusters in der Photoschicht herzustellen. Ein Kontrollexperiment ohne Silberfilm hingegen ergab nur ein verschwommenes Bild. Die Wissenschaftler hatten somit gezeigt, dass der Silberfilm tatsächlich wie vor mehreren Jahren vorhergesagt als Superlinse wirken kann.
Durch die Lichtbestrahlung bildet sich an der dem Objekt zugewandten Seite des Films eine Oberflächenwelle aus, die mit dem Muster des Objekts moduliert ist. Diese Welle regt dann durch den Film hindurch eine weitere Oberflächenwelle auf der der Photoschicht zugewandten Seite des Films an. Somit können die feinen Details des Objekts durch den Film hindurch übertragen werden. Zhang glaubt, dass derartige Linsen unter Umständen in der Photolithographie zur Herstellung winziger Schaltkreise eingesetzt werden können.





