Die drei italienischen Forscher stellen jetzt ein neues Modell vor, das ohne zusätzliche Teilchen auskommt. Ihrer Meinung nach spielt die Umwandlung von Neutrinos eine wichtige Rolle beim Dunkle-Energie-Rätsel. Erst kürzlich wurde experimentell nachgewiesen, dass Neutrinos, die als Elektron-, Myon- oder Tau-Neutrino vorkommen, zwischen diesen Zuständen hin- und herwechseln können. Berechnungen zufolge enthält jeder Kubikzentimeter des Universums etwa 300 Neutrinos. Die Energiedichte der Teilchen, die mit Materie kaum wechselwirken, stimmt in etwa mit der Energie überein, die nötig ist, um die beobachtete Beschleunigung der Ausdehnung des Kosmos zu erklären.
Das Modell der Italiener erklärt nun, wie die Neutrinos in Energie umgewandelt werden, berichtet das britische Magazin New Scientist. Demnach ist das Vakuum nicht wirklich leer, sondern besteht aus einem Sammelsurium von Teilchen, die aus dem Nichts erscheinen und wieder verschwinden. Die Neutrinos reagieren mit diesem betriebsamen Vakuum und geben dabei Energie ab, glauben Capolupo und seinen Kollegen. “Unsere Theorie enthüllt eine elegante, tiefe Verbindung zwischen Teilchenphysik und Kosmologie”, sagte Capolupo dem New Scientist.





