Möglicherweise handelt es sich um Gestein, das vor 2,5 Milliarden Jahren schon einmal in der Nähe der Oberfläche war, schreiben Turner und Kollegen. Sie fanden heraus, dass die Lava von den Azoren-Inseln Pico und Faial außergewöhnlich wenig Osmium mit der Massenzahl 187 enthält. Das sei ein Anzeichen dafür, dass es sich um Mantelgestein handelt, das vor Urzeiten zu einer ozeanischen Platte gehörte und schon einmal komplett geschmolzen war, schreiben die Forscher.
Da die ozeanischen Platten nach spätestens 200 Millionen Jahren wieder in den Erdmantel abtauchen, muss das Azoren-Gestein ungefähr zwei Milliarden Jahre ungestört an der Grenze zwischen Erdkern und Erdmantel geruht haben, schließen Turner und seine Kollegen. Das deute darauf hin, dass die Umwälzung des Erdmantels durch die Plattentektonik nicht besonders effektiv sei, schreiben die Forscher.





