In den kommenden vier Wochen könnte vor allem in der Morgendämmerung der nur knapp über dem Horizont stehende Mars die Menschen irritieren, erläuterte Walter, der das Magazin der Amateurvereinigung “Centrales Forschungsnetz für die Erforschung Außergewöhnlicher Himmelsphänomene” (CENAP) herausgibt und ein UFO- Telefon in Mannheim (0621 / 70 13 70) betreibt. Das CENAP untersucht seit rund 25 Jahren UFO-Berichte.
“Weil der Mars in den Morgenstunden als fast einziges Objekt im Südwesten steht und als ein neuer Lichtpunkt am Himmel rötlich schimmert, kann er leicht für eine UFO-Erscheinung gehalten werden”, sagte Walter. Eine erste UFO-Meldung habe die Bonner Universitätssternwarte bereits am frühen Dienstagmorgen von einem Autofahrer auf der Autobahn Bonn-Köln erreicht, berichtete Walter. Zuletzt waren bei den Experten im Januar und Februar rund 30 Meldungen über Fliegende Untertassen eingegangen, die Walter zufolge auf die damals ungewohnt helle Venus zurückgingen.
Voraussetzung für solche Erscheinungen sei allerdings, dass nicht Wolken den Blick in den Himmel versperren. “UFO-Sichtungen erreichen uns generell nur bei schönem Wetter. Bei Wolken und Regen machen die Fliegenden Untertassen offenbar Pause”, sagte Walter.
Mars und Erde kommen sich nach Angaben des Stuttgarter Astronomieprofessors Hans-Ulrich Keller im Juni mit einem Abstand von nur 67 Millionen Kilometern besonders nahe. Dadurch leuchte der Rote Planet derzeit heller als nahezu alle anderen Objekte am Nachthimmel. Sein Glanz werde nur noch vom Mond und morgens von der Venus übertroffen. Noch strahlender soll uns der Mars im August 2003 erscheinen: “Dann kommt er der Erde mit knapp 56 Millionen Kilometern so nahe wie seit rund 1000 Jahren nicht mehr.”





