von RAINER KURLEMANN
Johannes de Boor fordert die Besucher in seinem Labor gern zu einem Experiment auf. „Halten Sie das bitte fest und warten Sie ab, was passiert“, sagt der Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und drückt den Menschen eine faustbreite Metallkonstruktion in die Hand. Die Aufklärung erfolgt nur einen winzigen Moment später: Dann leuchtet die Birne in der Spitze des länglichen Gegenstands. „Ihre Hand ist wärmer als das Metall und mit diesem Temperaturunterschied können wir Strom erzeugen“, erklärt der Festkörperphysiker. Mit so einfachen Worten lässt sich das Prinzip der Thermoelektrik erklären, obwohl die physikalischen Grundlagen viel komplizierter sind.





