Mit einem Blick auf die Hände ihrer Patienten können Ärzte abschätzen, wie sehr diese von Gelenkverschleiß (Arthrose) bedroht sind. Mediziner der University of Nottingham haben Ring- und Zeigefinger von 2050 Patienten vermessen, die wegen einer Arthrose ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk benötigten. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen war bei ihnen dreimal häufiger der Ringfinger länger als der Zeigefinger. Laut älteren Studien deutet ein langer Ringfinger auch auf ein höheres Risiko für Autismus und Herzinfarkt, aber auch auf eine bessere sportliche und geistige Leistungsfähigkeit hin. Möglicherweise werden diese Eigenschaften durch dieselben Gene und Hormone gesteuert, die auch das Wachstum der Fingerknochen beeinflussen.





