Genau das gleiche Verhalten, von Biologen als saltatorisch (“sprunghaft”) bezeichnet, zeigen viele Tiere bei der Futtersuche: Sie wechseln scheinbar zufällig zwischen intensiven Suchphasen und Bewegungsphasen, in denen sie nur ihren Standort verlagern und die Beute oder Nahrung wegen der schnellen Bewegung nicht wahrnehmen können. Dabei variiert das Verhalten zwischen zwei Extremen: Manche Tiere, zum Beispiel Thunfische, sind bei der Nahrungssuche ständig unterwegs. Andere, wie die Klapperschlange, warten geduldig, bis die Nahrung von alleine vorbeikommt. Um das Überleben einer Art sicherzustellen, muss die Zeit, die Tiere mit der Nahrungssuche verbringen, möglichst kurz sein.
Tatsächlich haben viele Tierarten das Verhältnis zwischen Suchphase und Bewegungsphase optimiert, fanden die Forscher um Bénichou heraus. Die Physiker entwickelten zunächst ein theoretisches Modell nach physikalischen Prinzipien. Demnach ist die Suchstrategie optimal, wenn die durchschnittliche Länge der Bewegungsphase so lang ist wie die durchschnittliche Zeitdauer der Suchphase hoch 2/3 oder 3/5.
Mit Hilfe eines Datensatzes über die Dauer von Such- und Bewegungsphasen bei 18 Tierarten, von planktonfressenden Fischen über Vögel bis hin zu Eidechsen, stellten sie fest, dass die Tiere sich tatsächlich an die theoretisch vorhergesagte optimale Suchstrategie halten.
Die Autoren glauben, dass sich auch menschliches Suchverhalten mit Hilfe ihres Modells optimieren lassen könnte.





