
Ein Mountainbike hängt an der Decke, auf dem Boden liegt ein zweites Exemplar in seine Einzelteile zerlegt. Daneben ein Audi A5 mit augenscheinlichem Metallschaden am linken Kotflügel. Wie wird ein Mountainbike gebaut? Und was passiert beim Crash-Test mit einem Auto? Diese Fragen werden im ersten Stockwerk des Science Centers experimenta in Heilbronn beantwortet.
Besucher müssen sich allerdings noch bis zum 31. März 2019 gedulden, bis sie die neuen Ausstellungsräume bewundern können. Dann wird das Science Center neu eröffnet. Eine Lesergruppe von bild der wissenschaft durfte jetzt schon der experimenta einen Schnupperbesuch abstatten.
Zum Besuchsprogramm gehörte auch die Etage „Stoffwechsel“. Dort dreht sich alles um Materialien aus dem Alltag – von „Greifbarem“ wie Metall oder Holz bis zu „Ungreifbarem“ wie Wasser. bild der wissenschaft-Leserin Birgitt Reiche sagt: „Dinge, die man im Alltag als normal empfindet, kann man hier erforschen. Was genau passiert zum Beispiel, wenn ein Tropfen auf die Wasseroberfläche fällt?“ Das lässt sich in der experimenta mithilfe einer Zeitlupenaufnahme beobachten. „Man kann hier relativ einfache Sachen mit anderen Augen sehen. Kinder tun das sowieso schon: Sie hinterfragen“, findet Birgitt Reiche. Neugier für unsere Welt wecken – und zwar nicht nur die von Kindern und Jugendliche, sondern auch von Erwachsenen – das will der mit 25.000 Quadratmetern Fläche größte Science Center Deutschlands.
Science Dome mit Hochspannungsanlage
Neben den Entdeckerräumen wie „Stoffwechsel“ gibt es in der experimenta auch Shows – im sogenannten Science Dome. Während des Besuchs der Leser probten die Techniker noch, damit zur Eröffnung nichts schiefgeht. Sie gaben den Lesern aber auch einen kleinen Vorgeschmack: Die Hochspannungsanlage schickte Blitze über die Bühne und passend dazu ertönte laute Musik im Zuschauerraum. Den können die Techniker übrigens um 180 Grad drehen, damit die Zuschauer auf den 700 Quadratmeter großen Bildschirm in der Kuppel blicken können. Im Science Dome gibt es neben der Hochspannungsanlage und Nebelmaschinen nämlich auch einen Planetariumsprojektor.
Und der erste Eindruck der Leser? Einige stören sich an den vielen Bildschirmen, sie würden gerne mehr Exponate zum Anfassen haben. Allerdings hat die Gruppe längst nicht die gesamte Ausstellung besichtigen können – die Bauarbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen. So versprechen die Kreativstudios und die Labore für Kinder und Schüler mehr Wissenschaft zum Mitmachen. Dort sollen Schüler zum Beispiel lernen, wie sich Licht im Glas bricht, indem sie selbst ein kleines Teleskop bauen. Es bleibt spannend, was die gesamte experimenta bieten wird.







