Auf der Jagd nach Beweisen für früher vorhandenes Wasser auf dem heutigen Wüstenplaneten Mars ist der Marsrover “Spirit” nun auch fündig geworden. Wie die Nasa auf einer Pressekonferenz bekannt gab, entdeckte der Mitte Januar auf dem Mars gelandete Roboter helle Kristalle in Spalten und Poren eines Felsbrockens.
“Wenn wir so einen Brocken auf der Erde finden würden, würden wir sagen: Es handelt sich um ein Vulkangestein, durch das ein wenig Flüssigkeit geflossen ist”, sagte Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis. Das mineralienreiche Wasser könnte entweder im Magma enthalten gewesen sein, aus dem der Stein entstand, oder es könnte später über die Oberfläche des Felsens geflossen sein.
“Spirit” hatte den dunklen Felsbrocken mit einem speziellen Werkzeug bearbeitet, um die verwitterte Oberfläche abzukratzen. Darunter kamen die hellen Körnchen zum Vorschein. Um sicherzugehen, dass es sich nicht um Staubpartikel aus der Atmosphäre handelt, wollen die Forscher noch einem weiteren Felsbrocken zuleibe rücken.
In jedem Fall sei im Gusev-Krater deutlich weniger Wasser geflossen als an der Landestelle des zweiten Rovers Opportunity auf der anderen Seite des Planeten. Wie berichtet, fand “Opportunity” Mineralien, die darauf hindeuten, dass das untersuchte Gestein sich in einem Gewässern gebildet hat. Der zweite Marsroboter ist zurzeit damit beschäftigt, mikroskopische Aufnahmen der zuvor chemisch analysierten Sedimente zu machen. Eine komplizierte Aufgabe: Der Arm des Roboters musste dafür über 200 verschiedene Positionen einnehmen.
Ute Kehse





