Physikern an der Technischen Universität Chemnitz ist es gelungen, einzelne Atome in einem Festkörper zum Leuchten zu bringen. Die Forscher um Prof. Christian von Borczyskowski beschossen dazu einen winzigen Diamanten mit Elektronen und erhitzten ihn anschließend auf 900 Grad Celsius. Dabei bildeten sich in dem Edelstein “fehlerhafte” Stellen, an denen sich statt eines Kohlenstoff-Atoms ein Stickstoff-Atom befand.
Wird ein so präparierter Kristall mit grünem Laserlicht einer bestimmten Frequenz bestrahlt, leuchten die “Defekt-Atome” in einem rötlichen Licht. Mit einem hochempfindlichen Mikroskop läßt sich das schwache Glimmen schon bei Zimmertemperatur beobachten. Die Eigenschaften von Industrie-Diamanten als Material für die Halbleiter-Industrie können auf diese Weise sehr genau untersucht und gezielt verändert werden.
Die “atomaren Scheinwerfer” lassen sich aber auch zum Bau von optischen Nahfeld-Mikroskopen einsetzen, die eine sehr viel größere Auflösung als die besten heute verfügbaren Lichtmikroskope besitzen. Die Physiker in Chemnitz entwickeln derzeit ein solches Mikroskop.





