Während die Existenz von supermassiven Schwarzen Löchern mit einer Masse von mehreren Millionen oder sogar Milliarden Sonnen vor einigen Jahren noch umstritten war, nehmen Astronomen heute an, dass sie für die Bildung von Spiralgalaxien eine entscheidende Rolle spielen.
Die nahe gelegene Galaxie M33 ist die erste bekannte Spiralgalaxie, die in ihrem Zentrum kein supermassives Schwarzes Loch beherbergt. Falls es dort ein Schwarzes Loch gibt, so berichten David Merrit und Kollegen von der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey im Fachblatt Science, dann könne es höchstens mittlerer Größe sein. Ein Schwarzes Loch von mehr als 3.000 Sonnenmassen im Zentrum der drei Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie M33 schließen die Forscher aus.
Mit einem besonders leistungsstarken Instrument des Weltraumteleskops Hubble untersuchten Merrit und seine Kollegen Laura Ferrarese und Charles Joseph die Galaxie, um die Geschwindigkeiten von Sternen im Zentrum von M33 zu messen. Zwischen der Geschwindigkeit der Sterne und der Masse des Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie besteht eine feste Beziehung, die Ferrarese und Merrit vor einem Jahr entdeckten. Im Zentrum von M33 fanden sie jedoch keine Hinweise auf ein supermassives Schwarzes Loch: In den innersten drei bis vier Lichtjahren der Galaxie bewegten sich die Sterne langsamer anstatt schneller, wie es in Anwesenheit eines gigantischen Schwarzen Lochs zu erwarten gewesen wäre.





