Das größte Massensterben der Erdgeschichte am Ende des Perm vor 251 Millionen Jahren könnte durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen ausgelöst worden sein. Darauf deuten Gesteins- und Fossilienfunde aus China hin. Japanische Forscher haben ihre Studie in der Septemberausgabe von Geology veröffentlicht.
Die Gruppe um Kunio Kaiho von der Tohoku Universität untersuchte Gesteine und Fossilien des Mai Berges in China. Diese konnten auf das Ende des Perm-Erdzeitalters vor 251 Millionen Jahren datiert werden. Die Funde weisen erhöhte Schwefel- und Strontiumkonzentrationen auf.
Nach der Theorie von Kunio Kaiho deuten die Funde auf einen gewaltigen Asteroideneinschlag hin. Der Asteroid sei wohl in einen Ozean gestürzt und habe große Schwefelmengen aus dem oberen Erdmantel freigesetzt. Dies könnte zu saurem Regen und gewaltigen Vulkanausbrüchen geführt und somit ein Massensterben ausgelöst haben. Die Körnigkeit der Gesteinsfunde unterstützt die Theorie eines Asteroideneinschlags.
Das Massensterben am Ende des Perm ist das größte der Erdgeschichte. Bisher haben Wissenschaftler einen sinkenden Meeresspiegel sowie globale Klimaveränderungen und Vulkanausbrüche dafür verantwortlich gemacht. Die Asteroidentheorie muss sich daher in der Fachwelt erst noch durchsetzen. Ein Asteroideneinschlag könnte auch die Ursache für das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren gewesen sein.
Stefan Maier





