Peter Wadhams und Norman Davis, zwei Wissenschaftler vom Scott Polar Research Institute im britischen Cambridge haben bei Untersuchungen in der Fram Strasse zwischen Svalbard und Grönland festgestellt, dass das dortige Eis innerhalb von nur zwei Jahrzehnten um 43 Prozent zurückging. Damit werden Untersuchungsergebnisse untermauert, die bereits vor mehreren Jahren in anderen Gegenden der Arktis gewonnen wurden. Der Rückgang des arktischen Eises, so die Forscher, scheint somit kein lokales, sondern eher ein weit verbreitetes Phänomen zu sein.
Viele Wissenschaftler sind sich sicher, dass der Mensch – wenn auch nicht allein – so doch zumindest maßgeblich für das langsame Verschwinden der Eismassen verantwortlich ist. Einen weiteren Anteil dürfte ein natürliches Klimaphänomen in diesen Gegenden haben, die sogenannte Arktische Oszillation. Bei dieser launischen Erscheinung handelt es sich um abwechselnd ansteigende und abfallende Atmosphärendrücke, die sich ringförmig um den Bereich des Nordpols herum abspielen.
Wadhams und Davis, die ihre Messungen mittels Sonar von Unterseebooten aus vornahmen meinen, dass der durch die vorgelegten Forschungsergebnisse belegte, dramatische Rückgang des arktischen Eises eine Reihe von Konsequenzen für das Klima in den höheren Breiten nach sich ziehen wird.
Die Resultate ihrer Forschung veröffentlichten die beiden Wissenschaftler kürzlich in den Geophysical Research Letters der American Geophysical Union.
Olaf Elicki





