Die leistungsstarke europäische Ariane-5-Rakete bleibt nach der Start-Panne vom 12. Juli mindestens bis Ende November am Boden. Dies teilte die Betreibergesellschaft Arianespace am Dienstag in Evry bei Paris mit.
Eine Ariane-5-Rakete hatte den europäischen Artemis-Satelliten und einen japanischen Raumkörper nach einem Versagen der oberen Stufe in eine viel zu niedrige Umlaufbahn gebracht. Die Europäische Weltraumorganisation ESA arbeitet daran, ihren Kommunikationssatelliten noch zu retten.
Eine Untersuchungskommission ist jetzt zu dem Schluss gekommen, dass hydraulische Probleme zu einer unregelmäßigen Treibstoffzufuhr in der Raketen-Stufe geführt haben. Dies habe den Antrieb geschwächt und den Motor vorzeitig zum Stillstand kommen lassen. Der aus den Empfehlungen der Kommission erwachsene Aktionsplan macht nach den Angaben eine Startpause von zwei Monaten für die Ariane-5 notwendig.
Betroffen von den Schwierigkeiten mit der Ariane-5-Trägerrakete ist damit auch der bisher im Oktober vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana aus vorgesehene Start des acht Tonnen schweren europäischen Umweltsatelliten Envisat. Die Ariane-4- Trägerrakete kann weiterhin in Kourou abheben. Der nächste Ariane-4- Start soll Ende August einen Intelsat-Satelliten in seine Umlaufbahn bringen.
dpa





