Schwimmer zufolge sind die Dinos aber nicht durch das Meer geschwommen. Vielmehr stammen die östlichen und westlichen Echsen von gemeinsamen Vorfahren ab, die Nordamerika vor dem Vordringen des Meeres besiedelten. Als Beweis dafür sieht Schwimmer die Skelette von zwei Tyrannosauriern aus Alabama und New Jersey, östlich der Meeresstraße. Die beiden Exemplare sind offenbar relativ urtümlich und sind näher an der Wurzel des Tyrannosaurier-Stammbaums anzusiedeln als alle Exemplare vom westlichen Teil des Kontinents.
Da die Tyrannenechsen ihren Ursprung in Asien haben, müssen die Tyrannosaurier den östlichen Teil von Amerika schon vor dem Entstehen des Meeresarmes besiedelt haben, schließt der Forscher. Für die Dromeaosaurier, zu denen der blutrünstige Velociraptor gehörte, fand Schwimmer ähnliche Beweise.
Unklar ist die Entwicklung von Schildkröten und Krokodilen. Einige Arten dieser beiden Familien lebten in der Oberkreide ebenfalls auf beiden Seiten des Meeres. Allerdings hätten diese keineswegs wasserscheuen Tiere das Meer durchaus überqueren können. Vulkaninseln innerhalb der Meeresstraße dürften ihnen dabei geholfen haben.





